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Konzeptauftrag Siedlung Mattenbach, Winterthur

Mit der Vollausnutzung der Baubereiche des GP Talgut auf dem Land der HGW ist die städtebauliche Disposition des Quartierbausteins gegeben. Eine minimale, aber prägende Zäsur ist die leichte Abdrehung der Südfassade des kurzen Schenkels der beiden L – Typen. Diese knüpft an die im nordöstlichen Baubereich gelegene Aufweitung der Innenecke an und gibt gleichzeitig der Inneneckwohnung eine bessere Belichtung und einen optimierten Aussenbezug. Daraus abgeleitet ist die Modifizierung der Balkone und Loggien, so dass das Heraustreten vor die Fassade ermöglicht wird und damit der Radius des Aussenbezugs aufgeweitet wird. Was wir von der benachbarten Überbauung der GEbW übernehmen, sind die Dachformen. Die dreigeschossigen Bauten haben ein Satteldach, die zweigeschossigen ein Flachdach. Somit sind die Gebäudevolumen, die die beiden prägenden Räume, die Wohnparks und die Wohnstrassen definieren, aufeinander abgestimmt und ergänzen sich gegenseitig.

Mit Ausnahme der im nordöstlichen Baubereich gelegenen vier zweigeschossigen Wohneinheiten, die ihre Adresse an der Weberstrasse haben, sind sämtliche Hauszugänge der Neubauten von den Wohnstrassen aus erschlossen und stärken damit die im Leitbild des GP formulierte Vorstellung der «Blockparzellen als urbanes Muster». Die Garagenein-/ und Ausfahrt liegt an der Weberstrasse und ist in das Gebäudevolumen integriert. Ein Seitenstreifen auf der Rampe ermöglicht es, diese auch für Velos benutzbar zu machen. Zusätzlich sind die Veloräume im Untergeschoss (70% im Gebäudevolumen) über von aussen gut zugänglichen, übertiefen Liften, erschlossen.

Das geschützte Gebäude unterer Deutweg 23 nutzen wir für das gemeinschaftliche Nebenraumangebot. Der ehemalige Laden im Erdgeschoss mit Zugang und Schaufenstern an der Weberstrasse wird in seinen ursprünglichen Zustand rückgebaut und eignet sich ideal für einen Gemeinschaftsraum. Im rückwärtigen Bereich liegen WCs und eine Küche mit direktem Zugang in den gemeinschaftlich genutzten Garten. Die Doppelgarage aus den 70er Jahren ist eine ideale räumliche Ergänzung, schirmt den Garten von der Strasse ab und kann als «Kaltnutzung» z.B. Werkstatt, Abstellmöglichkeit oder gedeckte Spielfläche beherbergen. Im Obergeschoss können in der bestehenden Gebäudestruktur drei grosszügige Räume für Musik, Bibliothek, Mal-/ Textilatelier, Yoga usw. angeboten werden.

 

Aufraggeber: HGW Heimstätten-Genossenschaft Winterthur

Auftragsart: Konzeptauftrag

Nutzung: Wohnen

 

Landschaftsarchitekt: Uniola AG, Zürich