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Entwicklung Bahnhofquartier Wettingen

Adresse und Erschliessung der Wohnungen und der Büronutzungen im 1. Obergeschoss verorten wir an der Stationsstrasse, die Gewerbenutzungen im Erdgeschoss an der Güterstrasse. Damit an der Stationsstrasse eine angemessene Geschosshöhe im Eingangsbereich resultiert, ergibt sich zur Güterstrasse eine Überhöhe, die wir dem Erdgeschoss zuschlagen. So sind die Höhenverhältnisse und die im GP definierte Zweigeschossigkeit des Rücksprungs angemessen und aufeinander abgestimmt. Die Stützenreihe der den Ort prägenden Arkaden definieren die Fassadenstruktur der Gebäude. Mit dem Ziel, eine allseitig kongruente Gebäudepräsens zu erreichen, wird ein darauf aufbauendes, ordnendes Grid, bestehend aus Horizontalen und Vertikalen und diese ausfachenden Felder etabliert. Die im Wohnungsbau weniger auf regelmässige Strukturen, sondern auf gut proportionierte und gut belichtete Räume ausgerichtete Planung, hat so einen gestalterischen Spielraum. Eine Gleichbehandlung der Fassaden der vier Gebäude unterstützt die Ensemblebildung, erzeugt eine markante Präsenz und geht so in Dialog mit den östlich angrenzenden, geplanten Neubauten.

Beim Baubereich C/D beziehen wir uns auf das Richtprojekt des GP. Das Ergebnis des Konkurrenzverfahrens Avadis in der angrenzenden Nachbarschaft legt dies nahe: An die, die Stationsstrasse folgenden Zeilenbauten anschliessenden Wohnhaus leitet das L-förmige Gebäude über in die zukünftig vom Bus befahrene Querstrasse und dann über in den Bahnhofsplatz. Das innenliegende Punktgebäude ist erstes (oder letztes) Wohngebäude im zwischen den Zeilen und der Güterstrasse gelegenen, durchgrünten Siedlungsraum. Dank dem Verzicht auf eine Unterkellerung des L-förmigen Zwischenraum kann hier ein funktionierender Grünraum entstehen.

Entlang der Seminarstrasse wird die Baumreihe zwischen Trottoir und Strasse weitergezogen, diese Baumreihe schafft somit einen grosszügigen, sicheren Raum entlang der Fassade und der Erdgeschossnutzung. Die Baumkronen beschatten die Vorzone, die Baumscheiben werden als durchgängiger, begrünter Streifen ausgebildet, der das Erscheinungsbild entlang der Seminarstrasse aufwertet. Auf der Ebene Bahnhof schliesst der Freiraum nahtlos an den Bahnhofsplatz an, die Erdgeschossnutzungen richten sich auf, und beleben diesen. Im Hof C/D wird der Charakter des Hofs halbprivat. Bäume und Plätze schaffen Orte, die den Bewohnern zur Verfügung stehen, als durchlässiger, bespielbarer Freiraum. Verbindungen zwischen der Seminar- und Güterstrasse ermöglichen eine grosse Durchlässigkeit für das Quartier, sei es zu Fuss, mit dem Velo oder dem ÖV. Der Platz im Spitz wird mit zusätzlichen Baumpflanzungen aufgewertet, um dem Bahnhofplatz punktuell mehr Schatten zu verleihen.

 

Aufraggeber: Post Immobilen AG und AZ Invest AG

Auftragsart: Studienauftrag im Einladungsverfahren

Nutzung: Wohnen und Gewerbe

 

Landschaftsarchitekt: Bischoff Landschaftsarchitektur GmbH, Baden

 

Visualisierung: Swiss Interactive, Aarau