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Neunutzung Viaduktbögen SBB Industriequartier Zürich

mit Stefan Zwicky Architekt BSA/SIA, Zürich

 

Die neue Nutzung des Wipkinger- und Lettenviadukts soll nach der Sanierung belebt, vielfältig und inspirierend sein. Die vorgeschlagene Hülle bietet Raum für engagierte, innovative Jungunternehmen mit viel Enthusiasmus und Leidenschaft. Die Einbauten sollen sich mit dem Erfolg und den Ansprüchen der Unternehmen weiterentwickeln können (vgl. Schoellerareal). Das Projekt betont die Eigenständigkeit des Bauwerkes. Die transparente, vorgesetzte Fassade erscheint als zurückhaltende, unabhängige Massnahme zur Nutzung der Bögen und als einheitliches Ganzes. Die vorgesetzte Glashaut ist soweit vorgesetzt, dass über ein durchgehendes Oberlichtband genug zenitales Licht fällt, um das Quadermauerwerk des Viaduktes als zusammenhängendes Ganzes sicht– und erlebbar zu machen.
Die Lage der Fassadenhaut reduziert die Anschlüsse an das Quadermauerwerk auf ein Minimum, ihre Positionierung lässt eine einfache Detaillierung zu, schlitzen entfällt. Die Bögen sind frei von Verkleidungen; das Mauerwerk und die Räume bleiben sichtbar. Schallschutzwände können in das Konzept integriert werden.

Die Vorzonen entlang des Viaduktes werden einheitlich mit einem Hartbelag ausgestaltet. An der Limmatstrasse entsteht zwischen den beiden Viadukten ein städtischer, vegetationsloser Platz mit Hartbelag. Der eingeschossige Pavillon, allseitig sich öffnend, formuliert Abschluss und Übergang zur Limmatstrasse.

Im Inneren ermöglicht ein Baukastensystem aus einer einfachen Stahl-tragkonstruktion in Kombination mit Holzbodenelementen die Anpassung an unterschiedlichste Nutzungen und Bedürfnisse und gewährleistet Veränderbarkeit und einfache Demontage.

 

Auftraggeber: SBB

Nutzung: Verkaufsräume

Jahr: 2004

Projektstand: abgeschlossen