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Verdichtung Wohnsiedlung Frankental Zürich-Höngg 2010-2015

Die bestehende Wohnsiedlung Frankental, am Stadtrand von Zürich-Höngg gelegen, ist städtebaulich auf sich bezogen. Die Wohnscheiben von Sauter und Dirler Architekten aus den 60er Jahren schaffen - dank der Hanglage und ihrer diagonal verschobenen Situierung - räumliche Bezüge zwischen den Weiten der im Südosten gelegenen Stadt und dem dahinter liegenden Alpenvorland sowie dem im Südwesten gelegenen Limmattal. Dem modernen Prinzip „Licht, Luft und Sonne“ folgend,  entstand eine imposante Komposition aus Wohnscheiben mit rund 240 Wohnungen.
Rund fünfzig Jahre später fordert eine neue Sichtweise auf die Stadt und ihre Randgebiete eine höhere, städtische Dichte. Die Bauten im Frankental sind inzwischen zum Bezugsmassstab geworden und die grosszügigen Aussenräume zur idealen Ausgangslage für innere Verdichtung. Unter weitgehender Wahrung des Bestandes konnte rund ein Drittel mehr Wohnraum geschaffen und die Siedlung auf insgesamt 320 Wohnungen ergänzt werden. Trotz erhöhter Dichte ist der Aussenraum attraktiver als bisher: Ohne die bestehenden Baukörper in Massstab und Volumetrie infrage zu stellen, werden drei neue Punktbauten gesetzt. Sie ergänzen die bestehende Struktur zu einem eigenständigen Ensemble mit neuen Qualitäten und schaffen gleichzeitig einen räumlichen Schwerpunkt innerhalb der Siedlung.
Alle drei Gebäude sind als Mehrspänner rationell organisiert. Die Erdgeschosse sind für gemeinschaftliche Nutzungen vorgesehen. Sämtliche Wohnungen sind, mit Ausnahme weniger Kleinwohnungen, zweiseitig orientiert und profitieren sowohl vom Ausblick ins Tal wie auch zum Hang. Dem ‚Zwiebelschalenprinzip’ folgend wird der Abfolge von innerem Treppenkern, dienenden Räumen, Wohn- und Schlafräumen bis zur Fassade auch in der konstruktiven Ausbildung Rechnung getragen.
Neben den kompakten, platzsparenden Neubauten mit werthaltiger und langlebiger Materialisierung sorgt die Wärmeerzeugung mittels Erdsonden und Wärmepumpen für eine ökologische und nachhaltige Bewirtschaftung der Gebäude.

 
Studienauftrag: 1. Rang
Bauherrschaft: Gewobag, Zürich
Nutzung: 94 Mietwohnungen
Landschaftsarchitektur: Andreas Geser Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich
Bauingenieur: MWV Bauingenieure AG, Baden
HLS-Planung: CM Engineering GmbH, Dübendorf 
Elektroplanung: Pfister & Gloor Engineering AG, Baden-Dättwil
Bauphysik/ Akustik: Michael Wichser + Partner AG, Dübendorf
Baurealisation: Primobau AG, Zürich 
Bilder: Jürg Zimmermann, Zürich
 
In Arbeitsgemeinschaft mit stehrenberger architektur gmbh, Zürich